4. Treffen des "Freundeskreises ehemaliger Radballer mit Frauen" vom 22. bis 24. Mai 2009 in Hamburg
  

Am 4. Treffen des "Freundeskreises ehemaliger Radballer mit Frauen" - organisiert
von
Erhard Heitmann und Hartmann Gomoll in Hamburg - haben bis zu 57 Personen
teilgenommen.

Die meisten Teilnehmer haben im RAMADA Hotel in HH-Bergedorf übernachtet.
Dort war am Freitagnachmittag Treffpunkt und Abfahrt zum Besuch des Vierländer
Freilichtmuseums Rieck Haus.
Das Rieck Haus steht in Curslack und ist eines der ältesten (erbaut 1533) erhaltenen
Hufnerhäuser der Vierlande und gehört zu den ältesten profanen Bauten Hamburgs.

Christel Eggers, die Leiterin dieser Aussenstellle des Altonaer Museums, begrüßte uns bei Kaffee und Kuchen
in alter Vierländer Tracht und erklärte das frühere Zusammenleben von Mensch und Tier unter einem Dach.
Auch die "Stubenküken", "Knöpfe versilbern", "habt ihr Säcke vor den Türen?"und "Geld auf die hohe Kante
legen" wurden
von Frau Eggers anschaulich erklärt.
   
 
           Vierländer Trachten                             Freilichtmuseum Rieck Haus                                         Vierländer Speeldeel

Anschließend wurden wir von einer Kindergruppe der "Vierländer Speeldeel" mit Tänzen unterhalten. Unsere
Frauen bekamen dann noch Rosen überreicht.

Am frühen Abend waren wir zu einem Stadtrundgang durch Bergedorf eingeladen. Zum Abendessen hatte
Erhard Heitmann im Bergedorfer Restaurant "Lavastein" Plätze für uns reserviert.  
          


Am Sonnabendmorgen ging es dann bei strahlendem Sonnenschein los zu einer Hafen-
rundfahrt. Da denkt man an Barkassen, die gemütlich über die Elbe schippern. Aber der
Hamburger Hafen bietet auch von der Landseite ungewöhnliche Einblicke, wie sie die
meisten Hamburg-Besucher noch nicht kennengelernt haben. 
Mit dem Bus ging es auf eine Zeitreise durch den mehr als 800 Jahre alten Hamburger
Hafen. Die Zeit des konventionellen Güterumschlags wurden bei der Vorbeifahrt am
Nikolaifleet, der Speicherstadt und den unter Denkmalschutz stehenden 50er Schuppen
lebendig. Vorbei an den alten Kampnagel-Kränen meint man den Geruch aus Kisten, 
Säcken und Fässern aufzunehmen.
Die Fahrt über die knapp 60 Meter hohe Köhlbrandbrücke zeigt eindrucksvoll das riesige Arsenal des Hafens.
Nach der Einfahrt in das Container-Terminal Altenwerder - ein Hochsicherheitstrakt, der nur mit Sondererlaub-
nis und Ausweiskontrolle zu befahren ist - scheint man in der Zukunft zu sein. Im weltweit modernsten Terminal
fahren die wie von Geisterhand gesteuerten fahrerlosen Transportplattformen im Zusammenspiel mit den voll-
automatischen Kränen hin und her, ohne das Menschen zu sehen sind.


























                                                Container-Terminal Altenwerder mit den fahrerlosen Transportplattformen

Nach diesen überwältigenden Eindrücken haben wir im "Duckdalben", dem ein-
zigartigen Seemannsclub im
Hamburger Hafen eine kurze Rast gemacht. Hier
können die Seeleute bei den immer kürzeren Liegezeiten ihrer Schiffe kosten-
günstig mit ihren Angehörigen telefonieren. Auch ein Internetraum und ein "Raum
der Stille" sind vorhanden.
Wegen des weitläufigen Hamburger Hafens werden die Seeleute kostenlos mit
Kleinbussen von der Deutschen Seemannsmission Hamburg transportiert.

Anschließend ging es auf den Burchard-Kai. Auch hier ein Gewusel von sogenannten Van-Carriern und Rah-
menstaplern (Anschaffungspreis ab 500.000 Euro), die die von den Kränen beeindruckend schnell von den
Schiffen entladenen Container computergesteuert zwischenlagern. 
Zurück an den Landungsbrücken war Zeit für einen kurzen Rundgang, einen Imbiss oder - Dank des schönen
Wetters - einfach für ein Sonnenbad. Mit einem anderen Bus ging es ab 14.00 Uhr zu einer Besichtigungsfahrt
durch die Vier- und Marschlande mit Ernst Korth, der fast jedes Haus und jede Gärtnerei kannte. Besucht wur-

den u.a. Allermöhe, Kirchwerder, Altengamme, Neuengamme mit der KZ-Gedenkstätte und Curslack. 

Zur Abendveranstaltung in Schümann's Gasthof mit Live-Musik hatten Erhard und Hartmann
für uns ein rei
chhaltiges Abendessen mit Suppe, Bratenplatte und verschiedenen Gemüsen
mit Kartoffeln, Kroketten, Soße und ei
nem Eis-Feuerwerk - serviert von Gerald Fischer - be-
stellt.
Nach dem Essen war die Tanzfläche gut gefüllt und auch die Theke war immer umlagert.
Am späten Abend bedankte sich Günter Becht bei Erhard Heitmann und seiner Mannschaft
im Namen aller Teilnehmer für die gute Organisation mit einem Gutschein für ein Abend-
essen in einem Bergedorfer
Lokal. Dann wurde - schon traditionell - der von Günter Möstel
und Günter Becht geschaffene Tischwimpel an den Organisator des nächsten Treffens in
Hildesheim übergeben. 
Walter Dobbratz hat dann bereits die Einladungen für 2010 an die
Anwesenden verteilt.


Das sind meine persönlichen Eindrücke vom 4. Treffen des "Freundeskreises ehemaliger Radballer mit Frauen" in Hamburg. 
Wer auch einmal dabei sein möchte: der "Freundeskreis" ist kein Verein, sondern ein lockerer Zusammenschluss ehemaliger
Radballspieler ohne Satzung o.ä. Jeder ist willkommen. Das nächste Treffen findet 2010 in Hildesheim statt. Einladung und An-
meldeformular unter "Downloads".


Walter Dobbratz
           
        



   Besucher: 70333